Schmerztherapie

Schmerztherapie

Die lindernde und heilende Kraft extremer Kälte wurde erstmals in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Japan systematisch erprobt. Die Erfolge der Kältekammer führten zu seiner Anerkennung als hochwirksame passive physikalische Kurzzeittherapie. Das kurzfristige Einwirken von -110°C auf den Körper blockiert seine Schmerzleitfähigkeit und wirkt darüber hinaus entzündungshemmend. Das sogenannte Schmerzgedächtnis, das durch chronische Schmerzen überaktiviert sein kann, erfährt durch die stark schmerzlindernde Wirkung Pausen, die seine Neuregulierung fördern.

Die positiven Effekte der Kälteanwendung sind mitunter bereits nach einer Behandlung spürbar. Die meisten Anwender berichten von einer auffallenden Besserung nach etwa 14 Tagen. Die Besserung kann bis zu einem halben Jahr anhalten. Die leistungssteigernde Wirkung der Ganzkörperkältetherapie wird durch die Umverteilung des Blutes im Körper bewirkt: Durch die Kälteeinwirkung wird das Blut aus der Haut in den Körper gedrängt, wodurch die Muskulatur besser durchblutet wird. Diesen speziellen Effekt nutzen insbesondere Leistungssportler, um ihre Trainingseffizienz zu steigern.

Was macht Kälte mit unserem Körper?

Kälte dämpft Entzündungen aller Art. Die Gefäße verengen sich, die Haut wird weniger stark durchblutet, das Schmerzempfinden nimmt ab. Weiterhin hat Kälte Auswirkungen auf die Skelettmuskulatur: diese wird reguliert, Muskeldurchblutung und Stoffwechsel der Muskeln werden verbessert.

Unter der Ganzkörperkältetherapie (GKKT), ist sie seit Januar 2017 auch in Lans verfügbar und wird als die kurzfristige Anwendung extremer Kälte auf die gesamte Körperoberfläche verstanden.

Wie wirkt die Ganzkörperkältetherapie?

Ähnlich wie bei einem Eisbeutel hemmt der Ganzkörper-Kälteschock die Schmerzweiterleitung in den Nervenbahnen und verlangsamt die Vermehrung der Entzündungszellen im Blut. Anwendungsgebiete der GKKT in der Medizin sind daher u.a.:

  • Rheuma
  • Arthrose
  • Sportverletzungen wie Tennisellenbogen oder Entzündungen der Achillessehne
  • Chronische Schmerzzustände
  • Schuppenflechte und Neurodermitis
  • Burnout Syndrom, Depressionen, Schlafstörungen
  • Alters- bzw. stressbedingte Funktionseinschränkungen des Immunsystems

Über Kontraindikationen für die GKKT – z.B. Bluthochdruck oder ein weniger als sechs Monate zurückliegender Herzinfarkt – klärt der Arzt entsprechend auf.

Wie läuft die Therapie in der Kältekammer ab?

Die Kammer wird in Badebekleidung betreten. Dabei sind die Patienten mit Mund- und Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken und festem Schuhwerk geschützt. Zuerst erfolgt ein Aufenthalt in den Vorkammern bei -10°C und bei -60°C, dieser dient der Akklimatisierung. In der eigentlichen Kältekammer bei -110°C dauert der Aufenthalt zwei bis vier Minuten. Dabei sollte langsam gegangen werden und die Atmung sollte flach und leicht sein. Während des gesamten Aufenthalts besteht (Sicht-)Kontakt zum anwesenden Therapeuten. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach Art der Beschwerden und dem angestrebten Ziel der Therapie.

Und nun auch in Lans. Wenn Sie Interesse oder Fragen bzgl. der Behandlung haben, kontaktieren Sie uns gerne!