Architektur für die Seele

„Die Schönheit als Vorstufe zur Wahrheit“. Diese Erkenntnisse vieler Philosophen (z.B. Erasmus von Rotterdam) sollte uns zu der Frage führen, ob die Verlogenheit unserer Zeit und die Verhäßlichung unserer Welt nicht zwei Seiten der gleichen Medaille sind.

Konrad Lorenz beschreibt in seinem Buch „Die acht Todsünden der Menschheit“ die Verbindung von ästhetischem Verfall und ethischer Unempfindlichkeit.

Schönheit ist für unser tägliches Wohlbefinden und unsere Moralvorstellungen von größter Wichtigkeit und wenn die Welt ihre Schönheit verliert, verliert die Welt ihre Seele.

Deshalb hat sich der Lanserhof in den vergangenen Jahren immer bemüht, dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen. Neben seiner fachlichen Kompetenz in der Regenerations- und Präventionsmedizin ist es vor allem die Architektur, die sich von den inzwischen zahlreich entstandenen Gesundheitszentren wohltuend absetzt.

Mit der Erweiterung und dem großzügigen Umbau des gesamten medizinisch-therapeutischen Bereichs sowie der Dermatherapie ist ein weiterer Schritt vollzogen worden: innovativ und visionär. Hier ist alles anders als in den häufig verkitschten Luxushotels. Harmonie, Natürlichkeit, Einfachheit, Klarheit, Schönheit und Authentizität ist das, was der moderne Mensch sich wünscht. 

Die Räume gleichen einer Befreiung wie im Frühling nach einem langen Winter. Ein Aufbruch aus Veraltetem. Die klischeefreie Architektur und das Design entsprechen dem heutigen Lebensgefühl und der positiven Energie, die hier freigesetzt wird. Sinnlich und emotional soll das Design den Gast stimulieren, sich selbst auf einer neuen Ebene zu fühlen, sich selbst zu finden.

 

Zeit und Raum vergessen…

Das offene Raumkonzept und das inselartige Design schafft drei Lichtachsen, die natürliches Licht bis ins Innerste der Therapieabteilung strahlen lässt. Die Seele kann sich öffnen. Behutsam sind die einzelnen Bereiche gestaltet. Ein freies Foyer mit welcome desk und Wartebereich lässt keine Enge zu und verschafft freien Atem.

Die Bereiche fließen grenzenlos ineinander. Der Eindruck ist frisch und hell. Keine übertriebene Hippness, dafür aber Großzügigkeit, die aus räumlichem Denken erwächst.

Raumbeherrschend teilt eine transluzente Wand mit der wohltuenden Landschaft der Nordkette die Massageräume und die Arzträume vom Empfang ab. So wurde Natur in den Raum geholt. Innen und Außen harmonisieren: ich betrete den Raum durch die Nordkette per Illusion und vor mir sehe ich sie in der Realität.

Kubische Einbauten und Objekte ergänzen die Räume; nichts Zugestelltes behindert den Energiefluss. Die Möbel sind großteils in die Wandflächen integriert und eigens für das Gesundheitszentrum entworfen.

Die Kneipplandschaft mit Bisazza Mosaiksteinen ist um das Kneippbecken gegliedert und bildet den Nassbereich. Die verschiedenen Blautöne stimulieren die Farbpalette aus dem All- und Wasserspektrum. Mosaikvariationen in jedem Poolraum sollen den Gast in heitere Stimmung versetzen. Die beiden Shiatsuräume entsprechen Ritualräumen mit nahezu heiliger, mystischer Atmosphäre. Hier wurde  Nussholz stellvertretend für erdhafte Verbundenheit eingesetzt. Und es gibt einen Vorraum als Schwelle zu einer veränderten Wahrnehmung, einem veränderten Bewusstsein.

Der Boden in allen anderen Bereichen ist ein fugenloser Epoxibelag, der alle Räume bis auf den Kneippbereich verbindet und eine Auflösung der bisher statischen Bodenhaftung schafft. Wand, Boden und Decke bilden ein fließendes Kontinuum. Die pure, minimalistische Formensprache des Designs ist bewusst gewählt und schafft Ruhe und Ordnung in einer reizüberfluteten Welt.


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