Einfach - besser - ich

Der Februar ist ein guter Zeitpunkt um für sich selbst ein erstes Resumée zu ziehen und zu fragen, was ich geschafft habe, was ich ändern muss und wie ich meine Ziele erreichen kann. Jeder Mensch hat genau 24 Stunden am Tag. Es kommt darauf an, wie Sie diese nutzen. Umstellungen passieren eben nicht von heute auf morgen und es kann manchmal etwas dauern, bis wir uns an neue Dinge gewöhnt haben.

Effektiver arbeiten

Kennen Sie das auch? Im Büro erhalten Sie eine Aufgabe nach der anderen. Letztendlich arbeiten Sie an 10 verschiedenen To Do’s gleichzeitig, ohne eins davon wirklich abzuschließen. Das ist Zeitverschwendung. Besser ist es, sich auf EINE Aufgabe davon zu fokussieren und diese strikt abzuarbeiten. Vielleicht erfordert es eine erhöhte Konzentration und erscheint zu Beginn anstrengender, das Gefühl am Ende des Tages aber wirklich etwas erreicht zu haben, ist es allemal wert. Um die Aufgaben zu gewichten, hilft es eine Liste dieser zu erstellen und nach Priorität und Zeitaufwand zu bewerten.
Sehr effektiv arbeiten lässt es sich mit der 25/5 Methode. Dabei wird 25 Minuten ohne Störfaktor konzentriert gearbeitet und anschließend 5 Minuten Pause gemacht. Große Aufgaben wirken weniger „bedrohlich“, wenn sie in kleine Arbeitsphasen gesplittet werden. Konkret sieht diese Technik so aus:

  1. Die schriftliche Formulierung der Aufgabe
  2. Das Stellen eines Timers von 25 Minuten
  3. Die Aufgabe wird 25 Minuten lang konzentriert bearbeitet
  4. 5 Minuten lang wird nach dem Klingeln des Timers eine Pause eingehalten
  5. Nach 4 Einheiten verlängert sich die Pause auf 15-20 Minuten.

Sie werden merken, 25 Minuten sind kurz genug, damit es einem nicht zu lang vorkommt und lang genug, um Einiges zu schaffen.

Nein sagen

Ein kurzes Wort und doch so wirksam. Nein zu sagen fällt vielen nicht leicht, doch sagt man richtig Nein, macht es uns freier und stärker. Jeder kennt die Situation: Auf der Arbeit folgt ein To Do dem Nächsten, im selben Moment fragt die Freundin nach einem Treffen oder der Arbeitskollege ob Sie seine Aufgaben übernehmen können. Stop! Vielen fällt in solchen Situationen das Wort Nein nicht leicht und man macht hört sich selber schnell die altbekannten Floskeln mit gespielter Höflichkeit sagen. Aber warum kommt ein Nein vielen so schwer über die Lippen? Es passt einfach nicht zum Selbstbild. Jeder möchte hilfsbereit, positiv und gegenüber anderen aufmerksam und zugewandt sein. Mit einem Nein befürchten wir eine Enttäuschung, ein Nein ist eine Absage, signalisiert Ablehnung – kurz: Ein Nein macht unbeliebt. Ein ständiges Ja zu allem kann aber schnell rücksichtslos ausgenutzt werden und es entsteht Druck - Enttäuschungen sind vorprogrammiert.

Ein Nein muss sich aber nicht negativ auf die Beziehung zu anderen Personen auswirken. Ein ehrliches Nein ist eine klare Ansage. Hier ein paar Tipps zum richtigen Neinsagen (gutes Gewissen inklusive)

  1. Lesen Sie diesen Satz mehrmals: Ihre eigene Zeit ist wertvoll.
  2. Sie müssen nicht jedem gefallen. Es ist erstens nicht möglich und zweitens unfassbar anstrengend. Befreien Sie sich von diesem Gedanken.
  3. Sie müssen Ihr Nein nicht rechtfertigen. Nur bei Personen, bei denen es Ihnen wirklich wichtig ist.
  4. Üben Sie bei verschiedenen Gelegenheiten Nein zu sagen. Es wird Ihnen immer leichter fallen

Sie sollen kein Nein-Sager aus Prinzip werden, ein Nein soll lediglich zukünftig als Option zur Verfügung stehen. Sie werden schnell erkennen, wie befreiend ein Nein sein kann und wie viel mehr Zeit für Sie selbst und Ihre Prioritäten bleibt.

Ballast loswerden

Wir alle häufen über die Zeit viel Zeug an, unnötigen Ballast. Diesen schleppen wir mit uns herum, tagein, tagaus. Ob er uns gefällt oder nicht, ob er uns hilft oder nicht. Angestrengt und abgelenkt von unnützen Dingen, die uns die Sicht auf das Wesentliche nehmen, ein Gefühl was Sie vielleicht kennen. Materieller Ballast kann sich auch auf die Psyche auswirken. Das können Dinge in Ihrem Zuhause sein, die Sie schon längst weggeben wollten: Kleidung, alte Bücher oder Möbel.
Machen wir das an einer Zahl deutlich. Wir alle besitzen im Durchschnitt 10.000 Dinge. Wie viele brauchen Sie davon wirklich? Der Amerikaner Dave Bruno wurde durch seinen radikalen Ansatz berühmt, als er sagte, er wolle nur noch 100 Sachen besitzen und in seinem Buch „The 100 Thing Challenge“ seine einjährige Entrümplungsphase der unnötigen 9.900 Dinge dokumentierte. Ergebnis: Absolutes Befreiungsgefühl, viel mehr Zeit, Kraft und Geld. Klingt gut oder?
Diese zugegebenermaßen sehr radikale Herangehensweise dient nur als Beispiel, für all die überflüssigen Dinge, die wir besitzen. Sicherlich werden Ihnen aber auch Dinge einfallen, die Sie nicht wirklich benötigen. Gewöhnen Sie sich an, diese Stück für Stück los zu werden. Nehmen Sie sich regelmäßig eine gewisse Menge an Ballast vor, den Sie entsorgen möchten. Beispielsweise 2 kg in einer Woche. Klingt auf dem ersten Blick viel, ist aber sehr schnell erreicht. Sie werden sicher ein ähnlich befreiendes Gefühl erleben, wie Dave Bruno.

Bewusster leben

Digital Detox. Elektronische Geräte lassen uns die Welt um uns herum vergessen. Hat die Technik Sie im Griff- oder Sie die Technik? Ist es nicht schade, wenn das Leben einfach so an einem vorbeizieht? Beobachten Sie sich zwei bis drei Tage selbst. Seien Sie ehrlich, wie viel Zeit verbringen Sie täglich am Handy? Rechnen Sie das jetzt mal hoch aufs ganze Jahr. Wahrscheinlich wird Ihnen schwindelig werden. Also höchste Zeit etwas zu ändern. Sind es die Warte-Momente an der Kasse, an der Bushaltestelle oder in der Arztpraxis, bei denen Sie aus Gewohnheit Ihr Handy zücken und die Sozialen Medien oder Chats durchforsten? Muss das wirklich sein? Fast 8,5 Stunden am Tag verbringen wir alleine mit elektronischen Geräten, davon 3-4 mit dem Handy. Erschreckend. Was könnte man in dieser Zeit alles schaffen? Was hat man früher ohne Handy in dieser Zeit gemacht? Setzen Sie sich ein Limit wie viel Zeit Sie am Tag beispielsweise am Handy verbringen möchten, fangen Sie langsam an. Legen Sie vorerst einen Abend in der Woche das Handy beiseite. Lassen Sie den Fernseher heute Abend doch einfach einmal aus und treffen sich mit Freunden oder verbringen die Zeit mit Ihrer Familie. Schöne Erinnerungen mit anderen Menschen machen unser Leben doch erst lebenswert.

Zu guter Letzt. Es dauert 66 Tage sich ein bestimmtes Verhaltensmuster anzueignen. Und genau 66 Tage dauert es, dieses wieder loszuwerden. Nehmen Sie sich Zeit, versuchen Sie Stück für Stück an sich zu arbeiten und Sie werden nach und nach sehen, wie Sie Einfach Besser werden.

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