Trinken Sie noch Milch?

Milch im Allgemeinen

Milch steht aktuell sehr häufig in der Kritik. Symptome wie Bauchschmerzen, Völlegefühl, Verdauungsstörungen, Atembeschwerden und Hautreaktionen aufgrund von einer Laktose Intoleranz fallen bei ca. 15% der deutschen Erwachsenen an, europaweit bei rund 25%. An der Milch scheiden sich die Geister wie an kaum einem anderen Lebensmittel. Die Einen schwören auf die wichtigen, gesunden Inhaltsstoffe – Dazu zählen sehr gut verwertbares Eiweiß, viel Calcium, Kalium, Magnesium, Jod und verschiedene fettlösliche Vitamine – Die Anderen sehen Milch als vollkommen überwertet und betonen, dass nicht ohne Grund viele Erwachsene eine Unverträglichkeit entwickeln. Schlimmer noch, die Milch kommt von Tieren, die aufgrund von Massentierhaltung und Krankheiten sehr bedenklich ist. Außerdem behaupten Milchgegner, dass Milch Allergien, Hautprobleme, Asthma, Diabetes und sogar Krebs fördert, wissenschaftliche Studien zur zweifelsfreien Belegung fehlen bislang.

Bekannt ist, dass viele Milchprodukte Hormone enthalten, die die physiologischen und pathologischen Funktionen des Körpers stören könnten. Forschungen haben gezeigt, dass natürliche Hormone in Milchprodukten, biologische Auswirkungen auf den Körper haben können. Milchtrinker haben tendenziell eine höhere Konzentration des Wachstumsfaktors im Blut, welche vermutlich dazu beiträgt, dass Kinder, die Milch trinken, mehr wachsen. Gesundheitliche Folgen werden von der Forschung noch untersucht, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt weiterhin ein Glas pro Tag, denn sie geht davon aus, dass ein gemäßigter Konsum von Milchprodukten keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringt. Wie immer macht’s die Menge!

Wer Milch gerne mag und gut verträgt, muss nicht auf sie verzichten. Wenn Sie keine Milch trinken möchten, achten Sie auf eine gute Alternative. Die heutigen Supermärkte bieten uns eine Vielzahl von Alternativen an. Ein Blick auf die Verpackungsrückseite lohnt sich aber, da oft Zusätze und Chemikalien verwendet werden, die die Gesundheit eher negativ beeinflussen können. Vermeiden Sie Zusätze wie Maissirup, teilgehärtetes Sojaöl, natürliche Aromen, Carrageen, Zucker und Soja. Diese können u.a. Verdauungsbeschwerden, Entzündungen und allergische Reaktionen hervorrufen, zu erhöhten Cholesterinwerten und Herzerkrankungen führen, den Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht bringen und das Risiko erhöhen an Brust- und Gebärmutterhalskrebs zur erkranken.

Alternativen zu herkömmlicher Kuhmilch:

Kokosmilch: In Kokosmilch sind viele Nährstoffe enthalten, einschließlich Magnesium, Phosphor, Eisen und Kalium. Außerdem enthält sie Laurinsäure, eine seltene mittelkettige Fettsäure, die vom Körper leicht aufgenommen werden kann und zur Energiegewinnung genutzt wird. Aufgrund der hohen Kalorienmenge, sollte Kokosmilch sehr bewusst zu sich genommen werden.

Mandelmilch: Reich an ungesättigten Fettsäuren, Antioxidantien und probiotischen Komponenten, gehört die Mandelmilch zu den am weitesten verbreiteten pflanzlichen Milchprodukten. Sie soll das Wachstum gesunder Darmbakterien fördern

Hafermilch: Bei Hafermilch gehen leider durch die Verarbeitung viele der guten Nährstoffe wie Kalium oder Magnesium verloren, überzeugt aber trotzdem mit einer speziellen Zuckerart, die die Verdauung reguliert. Nachteil ist aber, das kein Kalzium enthalten ist.

Reismilch: Diese Milch ist reich an Kalorien und arm an Nährstoffen, eignet sich aber besonders gut für Allergiker, da sie laktose-, milcheiweiß- und glutenfrei ist. Geschmacklich ist sie eher neutral

Sojamilch: Sojamilch ist für Allergiker sehr gut geeignet, dass sie laktose-, milcheiweiß- und glutenfrei ist, und gesunde Stoffe wie Folsäure und pflanzliche Proteine enthalten. Achten Sie beim Kauf der Sojamilch mit Soja aus Europa, die mit einem Bio-Siegel versehen ist und Gentechnik schützt.

Welche Milch sollten Sie denn nun kaufen?

  • Wem der Gedanke der Nachhaltigkeit, Tierwohl, Klima- und Umweltschutz wichtig ist, entscheidet sich für pflanzliche Milch, denn ökologisch gesehen, ist sie grundsätzlich das „rundere“ Produkt
  • Achten Sie beim Kauf von pflanzlicher Milch auf ungesüßte Bioqualität. Das verwendete Soja oder Getreide sollte aus europäischen oder gar deutschen Anbau stammen
  • Ebenso sollte tierische Milch aus Biohaltung stammen, bestenfalls sogar von regionalen Anbietern. So wird sichergestellt, dass keine Gentechnik verwendet wird, die Milchkühe unter besseren Lebensbedingungen gehalten werden und der CO2 Abdruck der Milch gering ist.

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